Möglicher Umfang einer Betreuung

Um die größt mögliche Unabhängigkeit des Betreuten sicherzustellen, wird eine Betreuung immer nur für die Bereiche angeordnet, in welchen der Betroffene tatsächlich Unterstützung benötigt (sog. Aufgabenkreise). Die Aufgabenkreise der Betreuung legt das Gericht fest. Der Betreuer hat die Aufgabe, alle Belange im Rahmen der Aufgabenkreise so zu besorgen, dass es dem Wohl des Betreuten dient. Dabei müssen die Wünsche und Fähigkeiten des Betreuten so weit als möglich berücksichtigt werden.

Mögliche Aufgabenkreise sind beispielsweise:  

  • Vermögenssorge (mit und ohne Einwilligungsvorbehalt)
  • Aufenthaltsbestimmung
  • Gesundheitsfürsorge
  • Vertretung gegenüber Behörden, Versicherungen, Renten- und Sozialleitungsträgern
  • Wohnungsangelegenheiten
  • Abschluss, Änderung und Kontrolle der Einhaltung eines Heim-Pflegevertrages
  • Entgegennahme, Öffnen und Anhalten der Post

Besonders schwerwiegende Entscheidungen und Maßnahmen darf der Betreuer jedoch nicht allein treffen, sondern muss die Zustimmung des Gerichts einholen: z.B. für die Einwilligung in gefährliche Untersuchungen oder ärztliche Behandlungen, für die Kündigung der Mietwohnung des Betreuten, oder bei der Entscheidung über die Unterbringung des Betreuten in einer Anstalt oder einem Heim.